100 Poems | No 008

Focus, mein Freund!
Da läuft was schief
irgendwo waren doch
noch ein paar Gedanken.
Jetzt leuchten sie
wie Sterne am Nachthimmel
wie das Handy
in dein Gesicht.
Wo war ich
als ich schlief?
Wo waren wir?
bei uns? im Traum.
Lange nicht mehr hier.
Mach’s gut Sommer,
Alles Gute
für dein Leben.
als würd’s kein zweites geben.
Nächstes Jahr um diese Zeit
hast Du uns schon vergessen.
Kann sein, vielleicht,
Und wenn du Schlafen gehst
bring bitte die Wolldecke mit.

100 Poems | no. 006

Zehntausend dringende Sachen
wollen, dass ich sie jetzt noch mache.
Fangt gerne schon mal an,
ich geh nur kurz raus
und lache
leise
in den Sturm der nie realisierten Ideen
von denen ich dachte ich könnte sie machen
doch dann musste ich leider gehen.
Du Überzahl unerledigter Dinge
beruhig dich mal
solange ich dir
hier Gitarre spielend ein Schlaflied singe.
Du überwältigende Mehrheit
unaufgeräumter Gedanken
ich muss es Dir sagen:
Lass mich jetzt mal schlafen!
dann werd’ ich dich morgen
auch wieder besser ertragen.

100 Poems | no. 005

Lieber mit dem Rad
als mit der Karre
die Zeit drängt
wie am Kopf ne Knarre
Wo ist der Sitz?
Das kann so nicht gehn
wohin mit dem Kind?
sie wird’s schon verstehen…
Nur schnell zum Bäcker
ist echt nicht weit.
Ich würd ja zu Fuß –
wär da nicht die Zeit.
los jetzt!
wie der Blitz
aus dem Himmel geschnellt
fällt mir ein:
ich hab gar kein Geld!
Gott sei Dank
hat’s auf dem Weg eine Bank.
Und schon bald
wieder Brötchen im Schrank.